Moritz Daniel Oppenheim

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Filmposter_MORITZDANIELOPPENHEIM_mitPrädikatssiegel_NominierungFilmpreis
Buch, Regie, Schnitt & Produktion: Isabel Gathof
Kamera: Nic Mussell, Carla Muresan, Alexander Vexler

101min. (Director’s Cut) / short version (Festivalfassung) 72 min.
deutsch, englisch (französisch, jiddisch) – fremdsprachige Passagen mit deutschen Untertiteln

Lorbeeren_Nominierung

Das erste Mal widmet sich ein Dokumentarfilm dem “ersten jüdischen Maler des 19. Jahrhunderts” – Moritz Daniel Oppenheim – der mit seinen Genredarstellungen ein jüdisches Selbstbewusstsein in der Kunstgeschichte etablierte und sich stark für den interkonfessionellen Dialog einsetzte – ein Thema, das auch heute aktueller kaum sein könnte.
Im Juli 2015 wird in Hanau bei Frankfurt/M., der Heimatstadt des Künstlers, ein Denkmal gesetzt – das bislang erste seiner Art. Dies nimmt die Dokumentation zum Anlass, die Lebenslinie Oppenheims nachzuzeichnen und den Menschen hinter der Statue emotional erlebbar werden zu lassen.
Wer war dieser außergewöhnliche Künstler, der nicht nur Heinrich Heine, den Vertretern der damals noch jungen Paulskirchen-Demokratie im benachbarten Frankfurt, sowie seine dort ansässigen Mäzene aus der renommierten Bankiersfamilie Rothschild, auf Leinwand bannte – sondern sich mit seinem Darstellungen zum altjüdischen Familienleben zu einem der wichtigstenvisuellen Chronisten des jüdischen Lebensalltags im 19. Jhdt. auszeichnet? Die liebevoll dargestellte, detailgetreue Wiedergabe gelebter, jüdischer Rituale  macht ihn bis heute nicht nur unter Kunsthistorikern und Judaisten zu einer wertvollen Quelle jüdisch-deutscher Geschichte. Moritz Daniel Oppenheims Oeuvre stand schon seinerzeit für Bestrebungen interkonfessioneller Verständigung. Durch Idealbilder jüdischen Lebens strebte Oppenheim an, einem vornehmlich christlichen Publikum den kulturellen Anpassungsprozess des jüdischen Bürgertums zu demonstrieren und gleichzeitig seinen Glaubensgenossen ein neues Selbstwertgefühl zu vermitteln.

Oppenheim-Familienleben

Mit seinem “Bilderzyklus zum altjüdischen Familienleben” erreichte Oppenheim ein weltweites Massenpublikum bis er schließlich in den 30er Jahren, vor allem in Deutschland in Vergessenheit geriet. 
Der Film geht auf internationale Spurensuche nach Menschen, Motiven und Museen, in denen das Erbe des Künstlers bis heute lebendig fortbesteht.
Auf zwei Erzählebenen lernt der Zuschauer Oppenheim als außergewöhnliche Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts kennen, dessen Leben und Werk Brücken von damals ins Heute schlagen.
Screenshot_HorovitzBegegnungen mit direkten Nachfahren des Künstlers sowie Portraitierten schaffen einen sehr persönlichen Zugang zum Thema, Interviews mit international renommierten Kunsthistorikern wechseln sich mit überlieferten Familiengeschichten ab.
Parallel dazu erlebt der Zuschauer als Element refrainartiger Wiederkehr den Entstehungsprozess des Oppenheim-Denkmals – anhand imposanter Eindrücke, die in der Stahlgießerei und in den Werkstätten der Bildhauer von der Kamera eingefangen wurden.So entsteht ein einzigartiges und sehr plastisches Portrait Oppenheims, bei dem auch auf der musikalischen Ebene des Filmkonzepts Tradition auf Moderne trifft: Werke Felix Mendelssohn-Bartholdys, einem Zeitgenossen Oppenheims, finden in Fusion mit elektronischen Klängen neue Interpretation.NeueVersion

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Download: Electronic Press Kit:MORITZ DANIEL OPPENHEIM

Filmmusik in Zusammenarbeit mit der Neuen Philharmonie Frankfurt & Christos Kessidis

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